Marketing Strategien für E-Commerce Unternehmen

  1. Web Design Marketing

Die erste Marketing Strategie umfasst deine Internetseite. Egal wie gut deine Produkte oder dein CRM ist; wenn deine Website schlecht ist, wird kaum jemand bei dir einkaufen oder überhaupt länger als 5 Minuten auf deiner Seite bleiben. Um das zu ändern, brauchst du sowohl eine ästhetische, als auch funktionelles Äußeres.

Abhängig von deinem Budget kannst du entscheiden, ob du etwas Geld in die Hand nimmst, um einen Webdesigner zu beauftragen, oder du setzt dich selber vor deinen PC. Wenn du weder das Geld hast, noch coden kannst, dann hast du noch die Option mithilfe von vielen Portalen aus dem Internet dir eine von vielen Vorlagen auszuwählen und diese dann an deine Bedürfnisse anzupassen.

Auch wenn viel von dem Design in Relation zu deinen Produkten stehen sollte, gibt es einige allgemeine Regeln, die jede gute Seite beinhalten sollte.

Mobiles Design

Mit 57 Millionen Smartphone Nutzern in Deutschland ist es heutzutage Pflicht, seine Internetseite auch in mobiler Form anzubieten. Niemand möchte sich unterwegs durch eine gut aussehende, dafür aber eine mit viel zu kleinen Fenstern und Texten gefüllte Internetseite kämpfen. Auch deine Kunden nicht, die sich deine Seite in der Bahn vielleicht ansehen wollen, um einen ersten Eindruck zu gewinnen.

Über uns“

Durch die Anonymität des Internets, entstanden auch viele Websiten, die Produkte anbieten, ohne ihren Kunden diese zu schicken. Dadurch gibt es größtenteils ein gesundes Misstrauen, was den Onlinehandel angeht.

Heiße deine Kunden daher mit einer „Über uns“ Seite willkommen. Schreibe genau, wer du bist, was du anbietest und was du machst. Damit kannst du bereits einiges an Vertrauen schaffen.

Deine „Über uns“ Seite sollte ebenfalls eine E-Mail-Adresse, die Adresse deines Unternehmens und Social Media Verlinkungen haben. Warum diese Kanäle wichtig sind, erkläre ich später.

Einfache Bezahlung & kostenlose Lieferungen

Da du Produkte verkaufen willst, brauchst du auch Bezahlmethoden, mit denen jeder etwas anfangen kann. Zahlungsmöglichkeiten wie Paypal und Kreditkartenzahlung sind die beliebtesten. Erkundige dich dennoch über die meist genutzten Zahlungsmethoden. Damit gehst du sicher, dass jeder, der auch genügend Interesse an deinem Angebot hat, um bis zum Warenkorb zu gehen, die Bestellung auch aufgibt und nicht an einer bestimmten Zahlungsmethode scheitert.

Um deine Kunden weiter zu dem Kauf zu ermutigen, empfiehlt es sich, kostenlose Lieferungen anzubieten und eine „Geld zurück Garantie“ zu bewerben – abhängig von deinem Produkt natürlich. Diese Art von Handel gibt deinem Kunden genügend Sicherheit und er ist zu nichts gezwungen. Sobald Menschen ihre Bestellung in der Hand haben und nichts Essenzielles an ihr auszusetzen ist, werden sie keinen Grund haben, es zurückzuschicken.

  1. Content Marketing

Wenn es im Web Design Marketing darum geht, eine gut aussehende und funktionelle Internetseite zu schaffen, dann geht es im Content Marketing um die Füllung der Website mit hochwertigen Inhalten. Diese Inhalte können stark variieren und je nach Produkt, sind andere Inhalte empfehlenswert. Überlege dir also, welche Art von Inhalten gut zu deinen Produkten passen, wer deine Zielgruppe ist und wen du mit deiner Internetseite ansprechen möchtest.

Content Strategie

Sobald du weißt, wem du deinen Inhalt vermitteln möchtest, kannst du anfangen dir Gedanken darüber zu machen, wie du ihn vermittelst. Dazu habe ich ein paar Beispiele zusammen gelistet;

Listen: sind einfach und schnell zu lesen und eine gute Art, Informationen zu vermitteln.

Artikel/Blogs: sind grundsätzlich länger zu lesen, bieten aber die Möglichkeit tiefer in die Materie einzusteigen.

Unterhaltsame Artikel: sind oft leichter zu lesen und haben das Potenzial öfter geteilt zu werden. Dennoch besteht das Risiko, dass der Text einfach nicht witzig ist und deine Kredibilität darunter leidet.

Informative Artikel: hier geht es hauptsächlich um das Vermitteln von Wissen. Suche nach passenden Schlagwörtern, die Leute oft verwenden, um im Internet etwas zu suchen.

Ermutige, unabhängig von der Art deines Contents, deine Kunden oder Leser dazu, deine Inhalte zu teilen. Da diese Marketing Strategien hauptsächlich Online sind, geht es darum, so viel Traffic wie möglich auf deiner Website zu generieren.

Verwende SEO Schlagwörter

Wie bei den informativen Artikeln bereits angesprochen, gibt es bestimmte Schlagwörter, die Menschen häufiger nutzen, wenn sie nach bestimmten Themen suchen. Blogposts, die eben diese Schlagwörter enthalten, werden weiter oben in der Suchanzeige von Google oder anderen Plattformen angezeigt.

Der erste Schritt für einen SEO geprägten Content ist die Recherche. Frage dich selbst, wie du nach deinen Produkten suchen würdest. Welche Wörter du verwenden würdest. Du kannst auch eine Umfrage unter deinem Bekanntenkreis starten, damit du einen ersten Eindruck hast, welche Wörter sie nutzen.

Produktrezensionen

Das Implementieren von Rezensionen deiner Käufer auf deiner Seite kann sehr sympathisch und vertrauenswürdig erscheinen – natürlich nur solange die Rezensionen auch überwiegend positiv sind. Sind sie es nicht, geben sie dir die Möglichkeit auf die Kritik zu reagieren und die Fehler auszubessern.

Ermutige deine Kunden dazu, eine Rezension zu schreiben oder das Produkt generell zu bewerten. Dies kannst du einfach mithilfe einer E-Mail erreichen, in der du, nach dem das Produkt geliefert wurde, eine Bewertung anfragst. Je mehr Rezensionen du hast, desto überzeugender sind sie.

Die offene Umgangsart ist ein Vorteil für alle Beteiligten. Hast du mehr positive Rezensionen, ermutigt das potenzielle Käufer. Hast du mehr negative Bewertungen, weißt du, dass etwas an deinem Produkt mangelhaft ist und du kannst es ausbessern. Dein Kunde fühlt sich durch die Frage nach seiner Meinung wichtig und du verbesserst deine Customer Relationship.

Online Support

Natürlich gibt es auch einige Kunden, die einfach nur unzufrieden sind, hatten andere Erwartungen oder einfach Probleme mit der Lieferung bzw. dem Service. Um diesen Kunden den Wind etwas aus den Segeln zu nehmen oder anderen Kunden zu helfen, empfiehlt sich ein Online Support.

Die beste Option eines Online Supports ist eine 24/7 Live Chat Funktion, über die deine Kunden stets mit Personal aus dem Kundenservice interagieren können. Dieses Feature ist recht kostspielig und empfiehlt sich daher meistens nur, wenn du auch den Traffic auf deiner Seite hast, der einen Dauersupport rechtfertigt. Anfänglich reicht ein Live-Chat über die normale Arbeitszeit.

Anpassung

Wenn du deinen Traffic vergrößern möchtest, musst du wissen, mit welchen Zahlen du angefangen hast. Mithilfe von Dienstleistungen wie Google Analytics kannst du die Aktivität deiner Seite beobachten und einsehen, wie oft Produkte in den Warenkorb gelegt wurden, welche Seiten aufgerufen wurden etc. Wenn du also merkst, dass es mehr Aktivität auf deinen Blogposts als bei deinen Listen gibt, kannst du dir überlegen die Listen komplett zu entfernen, in deinem Blog auf die Listen hinzuweisen oder die Listen in den Blog einzubetten und alles zentral zu halten. Dieses Wissen ist essenziell für die Anpassung deiner Marketing Strategie.

  1. Social Media Marketing

Das Ziel des Social Media Marketings ist es, deine Kunden für dich werben zu lassen. Wenn du es richtig anstellst, kannst du über Social Media deinen Handel ordentlich ankurbeln.

Zuerst solltest du dir überlegen, mit welchen Plattformen du arbeiten möchtest. Visuelle Seiten wie Instagram sind für den Onlinehandel perfekt geeignet, aber auch Plattformen wie Facebook oder Twitter solltest du in Betracht ziehen, da du dort mehr Inhalt vermitteln kannst. Auch hier macht sich ein Tracking Tool wie Google Analytics zu gebrauchen. Damit kannst du einsehen, auf welcher Seite deine Zielgruppe am meisten vertreten ist.

Konzentriere dich zuerst auf die Plattformen, die am lukrativsten für deinen Gebrauch sind. Sobald du auf diesen Seiten vertreten bist, kannst auf ihnen auf deine anderen Kanäle aufmerksam machen.

Deine Social Media Posts sollten am besten Hand in Hand mit deinem Content Marketing einhergehen. Wenn also dein Blog gut ankommt, kannst du auf Instagram deinen Blog verlinken. Bombardiere deine Follower jedoch nicht mit Werbung. Poste zu 80% Bilder oder Inhalte in hoher Qualität, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die restlichen 20% kannst du mit Werbung füllen.

Wenn du die Zeit hast, kannst du dich auch in die Kommentare stürzen und auf einige Antworten. Das zeigt, dass hinter der Werbung auch noch eine Person steht, die sich für die Kunden interessiert. Ziel ist es letztendlich, dass deine Beiträge geteilt werden.

PPC Marketing

Beim “Pay per Click” Marketing, zahlst du dafür, dass im Internet (hauptsächlich auf Social Media) deine Werbung gezeigt wird. Sobald jemand auf diese Werbung klickt, wird er auf deine Seite weitergeleitet und du musst einen vorab abgemachten Betrag zahlen.

Diese Art des Marketings empfiehlt sich vor allem dann, wenn du ein gewisses Budget hast und genau weißt, auf welchen Seiten sich deine Zielgruppen aufhalten. Bevor du dich für diese Art des Marketings entscheidest, solltest du dich entweder sehr viel damit befassen oder aber eine Agentur mit der Aufgabe beschäftigen. Verstehst du nämlich nicht, was du machst, kannst du eine Menge Geld verlieren.

Eine abgespeckte Version des PPC Marketings ist es, deine Website in deinen Social Media Kanälen zu verlinken und Freunde und Familie zu bitten, deine Social Media Inhalte zu teilen.

  1. E-Mail Marketing

Auch wenn du es nicht glaubst, aber E-Mail ist mit das Beste Werkzeug, dass du hast, wenn du es effizient nutzt. Und es ist kostenlos. Wenn du aber einen Schraubenschlüssel dafür benutzt, um eine Dose aufzumachen, ist es klar, dass du nicht den gewünschten Effekt erzielst.

Mailing Liste

Bei einer Mailing Liste geht es darum, jedem deiner Kunden, der eine E-Mail Adresse hinterlassen hat, mindestens eine E-Mail die Woche zu schicken. Um deinen Kunden jedoch eine E-Mail schicken zu können, brauchst du erst einmal ihre E-Mail-Adresse. Dafür gibt es einige Möglichkeiten, die am besten funktionieren, wenn du sie in dein Content Marketing mit einfließen lässt.

Registrierung: Wenn du willst, dass deine Kunden dir etwas geben (in diesem Fall ihre E-Mail-Adresse), musst du ihnen auch etwas bieten. Ein gängiger Austausch ist die E-Mail-Adresse für einen 10% Rabatt bei der ersten oder nächsten Bestellung.

Content bezogen: Nachdem du herausgefunden hast, welche Art von Inhalten deine Kunden am meisten auf deiner Website oder auf Social Media genießen, kannst du dieses Wissen nutzen um nach der E-Mail-Adresse zu fragen. Zum Beispiel am Ende eines Blogposts oder du postest ein Angebot auf Facebook, bei dem du Rabatt für eine Anmeldung versprichst. Lass es so aussehen, als würden deine Kunden mehr von diesem Austausch haben, als du.

Warenkorb: Wenn dein Kunde schon dein Produkt kauft, ist er nicht mehr weit davon entfernt nicht nur sein Geld, sondern auch seine E-Mail zu hinterlassen.

Sobald du deine Mailing Liste hast, geht es darum ihnen auch regelmäßig wichtige E-Mails zu schicken und nicht nur ihr Postfach zu füllen. Gute Inhalte sind Aktionen und Rabatte, Artikel aus deinem Content Marketing, Informationen über Produkte.

Eine gute Inspiration ist ein Blick in dein eigenes Postfach. Von welchen Marken oder Seiten bekommst du E-Mails und auf welche diese E-Mails reagierst du?

Fazit:

Bevor du mit deinem Marketing anfängst, brauchst du eine tiefere Einsicht darüber, wer deine Kunden sind und über welche Wege du sie erreichen willst und vor allem, welche dieser Wege auch sinnvoll sind. Konzentriere dich dann auf die Erstellung deines Contents und beginne mit dem Marketing.

Nachdem du ein paar Wochen alle möglichen Marketing Mixe versucht hast, kannst du deine bisherigen Erfolge und Misserfolge analysieren und gegebenenfalls anpassen oder neue Bereiche in Angriff nehmen.

Marketing funktioniert selten auf den ersten Versuch, aber wenn du die oben genannten Tipps und Schritte befolgst, solltest du auf der sicheren Seite sein.

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